15.10.2026

Am 9. Oktober wurde das Concordia-Quartier eingeweiht

Acht Jahre nach den ersten Gesprächen über die Grundstücke und sechs Jahre nach den ersten Konzeptüberlegungen war es soweit: Am 9. Oktober wurde das Concordia-Quartier in der Ortsmitte von Stutensee-Blankenloch eingeweiht.

Vom Gemeinderat schon 2021 als Pilotprojekt für Quartiersentwicklung erklärt, zeichnet sich das Projekt durch die Vielfalt an Mietern und Nutzungen aus, die hier in zentraler Lage direkt an der S-Bahn-Haltestelle „Kirche“ zusammenkommen.

Neben 17 überwiegend barrierefreien Mietwohnungen und 18 Appartements für Betreutes Servicewohnen sind auch Studentenappartements, Büros und Arztpraxen entstanden. Frauenärztin Dr. Annika Kerscher und Kinderärztin Dr. Miriam Swidenbank ziehen in neue, großzügige Praxisräume.

Seeger-Geschäftsführer Andreas Dürr: „Lebendig, bunt und mittendrin – unter dieses Motto haben wir das Quartier gestellt. Ziel war, hochwertigen Wohnraum sowie einen lebendigen Treffpunkt zu schaffen und die Ortsmitte aufzuwerten.“

Mittelpunkt des Concordia-Quartiers und Gesicht zur Hauptstraße sind das inklusive Café SAMOCCA Concordia, in dem Wiener Kaffeehauskultur auf moderne Deli-Küche trifft, sowie ein kleiner CAP-Markt, in dem man rund um die Uhr Produkte für den täglichen Bedarf einkaufen kann. Beide Unternehmen werden von den Hagsfelder Werkstätten und Wohngemeinschaften Karlsruhe (HWK) betrieben und bieten Menschen mit Behinderung attraktive Arbeitsplätze.

Michael Auen, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung: „Wir schaffen hier einen Treffpunkt mitten im Ort und gleichzeitig Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung.“

Neben dem SAMOCCA und dem CAP-Markt betreibt die HWK im Quartier auch ein Büro für Assistenzleistungen. Auch die Jugendeinrichtung Schloss Stutensee ist mit einem Außenbüro vertreten, um ihre Unterstützungsmöglichkeiten besser der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Die Servicewohnungen innerhalb des Quartiers werden durch die Evangelische Sozialstation Karlsruhe betreut. Vorstand Kai Käßhöfer hebt die zentrale Lage und das flexible Betreuungskonzept hervor, nach dem die Bewohner nur so viel Unterstützung erhalten, wie sie tatsächlich benötigen.

Auch bei der Energieversorgung setzt das Quartier Maßstäbe. „Wir gewinnen die Energie aus Erdsonden auf dem eigenen Gelände und mit PV-Strom von den eigenen Dächern“, erklärt Andreas Dürr. Die Mieter können damit ohne fossile Energieträger und ohne CO₂-Bepreisung heizen und kühlen. Das Objekt wurde als klimafreundlicher Neubau nach dem KfW-40-Standard errichtet.

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